Ausbildungsangebote
Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB)

Diplom-Sozialbetreuer/in im Schwerpunkt Behindertenarbeit

Ausbildungsdauer  2 Semester (1 Jahr) 
Beginn

September

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Der Bereich Behindertenarbeit

Die Hauptzielgruppe in der Begleitung sind Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung (früher: geistige Behinderung). Die Mehrfachbehinderung (kognitiv, körperlich, psychisch) stellt eine besondere Herausforderung im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen dar. Die Konzepte der Begleitung haben sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder verändert. Die Behindertenarbeit in Österreich war lange "gefangen" von den Nachwirkungen der NS-Zeit mit konkreten Auswirkungen, wie z. B. jener, dass es in Österreich erst sehr spät institutionelle Wohnmöglichkeiten für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung flächendeckend gab, da ja viele Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung Opfer des Holocaust wurden. Die Konzeptentwicklung in der Arbeit mit diesen Menschen kann man grob mit "vom Schützling zum Partner" beschreiben. Wurden Menschen mit Mehrfachbehinderungen noch vor 30 Jahren in Institutionen vor einer abweisenden Gesellschaft beschützt, leitet uns heute die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung in Lehre und Praxis. Das Recht auf Inklusion (uneingeschränkte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft) ist zurzeit in der Umsetzung in der Praxis eine große Herausforderung für das gesamte politische System in unserem Staat. Es geht nicht nur um bauliche Barrierefreiheit, sondern auch um einen Abbau einstellungsmäßiger Barrieren jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers in unserem Staat.

In der Ausbildung zur/zum Sozialbetreuerin/-betreuer für Behindertenarbeit erwerben Sie Wissen um eigenverantwortliche Konzepte zu entwickeln und Projekte betreffend Behindertenarbeit auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse durchzuführen und zu evaluieren. Als Diplom-Sozialbetreuerin/-betreuer sind Sie zu folgenden Maßnahmen befähigt:

  • Eigenverantwortliche Durchführung der "Personenzentrierten Lebensplanung"
  • Eigenverantwortliche Anwendung der aktuell anerkannten und wissenschaftlich fundierten Konzepte und Methoden der Basalen Pädagogik, wie
    z. B. Basale Stimulation, Basale Kommunikation, Basale Aktivierung
  • Eigenverantwortliche Anwendung unterstützender, erweiternder und alternativer Kommunikationsmittel (z. B. Gebärden und Symbole) unter Einsatz elektronischer Hilfsmittel
  • Einsatz ihrer methodischen Kompetenzen hinsichtlich der Koordination ehrenamtlicher Mitarbeiter

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